Chronik

 
Startseite

Freiwillige Feuerwehr Loich 1940-2007

 

Anfang der dreißiger Jahre fassten beherzte Männer den Plan, auch in unserer Gemeinde eine eigene Feuerwehr ins Leben zu rufen. Die Nachbargemeinden Kirchberg/P. und Frankenfels verfügten doch zu dieser Zeit seit über 50 Jahren über eine eigene Feuerwehr. Verschiedene Umstände ließen dieses Vorhaben jedoch wieder scheitern.

           

Am 21.12.1938 fiel das Gehöft Mühlbacher (Am Berg) den Flammen zum Opfer. Wieder wurden Stimmen nach einer eigenen Feuerwehr laut.

Als im März 1938 Österreich an das Deutsche Reich angeschlossen wurde, erfolgte auch eine Umstrukturierung des österr. Feuerwehrwesens. Dies hatte auch für unsere Gemeinde Folgen. Jede Gemeinde wurde nämlich verpflichtet, eine eigene Feuerwehr zu unterhalten.

Der damalige Bürgermeister Oberlehrer F. Aigner, von früher selbst an einer eigenen Feuerwehr in der Gemeinde Loich interessiert, erörterte mit Herrn Leopold Schackerl die Gründung einer Feuerwehr. Auf Anhieb war es ihnen gelungen, 18 Mann für diese Sache zu gewinnen.

           

Am Sonntag, den 21 Jänner 1940, war es dann soweit, im Gasthaus Taschl wurde die Freiwillige Feuerwehr Loich gegründet.

               Das erste Kommando bestand aus:

                                    Hr. Leopold Schakerl             -Wehrführer ( Kommandant )

                                    Hr. Josef Fink                         -Wehrführerstellvertreter

                                    Hr. Leopold Fink                    -Schriftführer

                                    Hr. Karl Burmetler                  -Kassier

           

Grosse Schwierigkeiten gab es von Anfang an. Kein Gerät war vorhanden. Als Uniformen dienten gewöhnliche Schlosseranzüge. Schlauchmaterial wurde erst nach einiger Zeit von der FF Hofstetten zur Verfügung gestellt. Infolge der Kriegsereignisse  mussten auch Feuerwehrkameraden zu Kriegsdienstleistungen einrücken. Die Wehr schrumpfte auf nur wenige Männer.

           

Eine erworbene Spritze der Marke DKW Kernreuther wurde vorerst im Haus des Wehrführers Schackerl und später im Gemeindeschuppen untergebracht, ein eigenes Gerätehaus war ja noch nicht vorhanden.

1941   

18. Mai – Bei einem Waldbrand in Frankenfels leisten Kameraden unserer Wehr nachbarliche Hilfe. Mit einem PKW der Fa. Klein wurden sie zur Brandstelle gebracht.

1942   

Franz Aigelsreiter wird Wehrführer der FF Loich.

18. Mai – Dem Arbeitsamt St. Pölten wird eine Anzeige über das Bauvorhaben eines prov. Spritzenhauses vorgelegt. Von der Fa. Hirschmann aus Rabenstein wurde ein Plan über ein neues Spritzenhaus entworfen.

1943   

Neuer Wehrführer der FF Loich wird Josef Fink.

15. August – In Kirchberg/P. brennt das Bauernhaus „ Köchbrunn „ nieder.15 Männer unserer Wehr leisteten nachbarliche Hilfe.

1944   

24. April – Rauchfangfeuer im Haus Seemühle Loicheckgegend 18.                21. August – Ein Spritzenanhänger wird in den Dienst gestellt. 23. August – Fliegeralarm: Die Gehöfte „ Lehen „ Schroffengegend 4 und „ Am Weg“ Schroffengegend 10 werden Opfer von Bombenabwürfen und gehen in Flammen auf. Durch akuten Wassermangel war eine erfolgreiche Brandbekämpfung ausgeschlossen. Vor dem Hause „ Unter der Mauer „ Schroffengegend 15 wurden Frau Johanna Grubner und ihr 15 jähriger Sohn durch Bombensplitter getötet. Die Kriegsfront rückte immer näher in unser Gebiet. Die Fliegerangriffe mehrten sich. Der Feuerwehr fiel die Aufgabe zu, die Bevölkerung über Luftschutzmaßnahmen aufzuklären.

1945   

Das lang ersehnte Kriegsende war gekommen. Ein Neubeginn; auch für unsere Feuerwehr. Ein aus dem Krieg zurückgebliebener LKW wurde als Mannschaftsfahrzeug übernommen. An dieser Stelle sei aller jener Wehrkameraden  gedacht, die aus den Reihen der Wehr hinauszogen, um für ihr Vaterland zu kämpfen, denen es aber nicht mehr gegönnt war, in die Heimat zurückzukehren. Es sind dies die Kameraden Alois Fink, Franz Taschl, Josef Fink, Eduard Lehner, Wilhelm Klein, Franz Grubner, Johann Fahrngruber, Franz Spendlhofer.

12. Juli – Bauernhaus „ Falkl „ brennt; Wassermangel.

18: August – Neuwahl des Kommandos; Josef Fink wird als Kommandant bestätigt.

1946   

Die Feuerwehr wird am 14.April zu einem Waldbrand auf dem Grundstück von Frau Karoline Bieber gerufen.

Mit der Gemeindevertretung werden wiederum, und diesmal scheint es, zielführende Gespräche hinsichtlich eines Spritzenhauses geführt.

1947   

5. Jänner – Kaufmann Rupert Krückl wird neuer Kommandant der FF Loich. Ihm zur Seite als Stellvertreter steht Alfred Effenberger.

Die Feuerwehr hält bei einem Mannschaftsstand von 22 Mann.

Am 28.3 wird ein Beschluss über einen Baugrundankauf für ein Spritzenhaus gefasst. Ein Planentwurf liegt vor.

1948   

Der Mannschaftsstand wird auf 26 Mann erhöht. Mit dem Gerätehausneubau geht es rapid voran. Persönliche Ausrüstungsgegenstände, Helme und Uniformen werden angekauft.

1949   

Das neue Gerätehaus ist fertig gestellt. Am 4.9 nahm Gstl. Rat P. Stehr die Einweihung vor. Ein festlicher Anlass, der nach Jahren der Entbehrung gebührend gefeiert wurde.

1950   

25. Jänner – Rauchfangfeuer b. Frau Reckendorfer Loicheckgegend 30

27. März – Brand des Gehöfts Filion in Kirchberg. 15 Mann unserer Wehr leisteten nachbarliche Hilfe. Durch den Ankauf von 100 m C Schläuchen, 2 Rauchschutzmasken, 4 Sicherheitsgurten, 26 Leibriemen und einer Tragkraftspritze Rosenbauer R7 wurde die Schlagkraft unserer Wehr für die damalige Zeit enorm erhöht.

Ein Aufwärtstrend in der Feuerwehr war nun nicht mehr zu übersehen. Man hatte sich von den Folgen des Krieges ein wenig erholt und ging mit Zuversicht in die Zukunft.

1951   

Hochwassereinsatz im Mai

28. Nov. – Die junge Wehr wird auf eine große Probe gesellt. In Dobersnigg brennt das Sägewerk Krippl-Klein. 130 Feuerwehrleute aus Loich, Kirchberg/P., Frankenfels, Tradigist, Schwarzenbach, Rabenstein, Hofstetten, Weinburg, Ober Grafendorf und St. Pölten versuchen den Flammen Herr zu werden. Vergebens, das Sägewerk wird total vernichtet.

1953   

25. März – 11 Mann unserer Wehr leisten nachbarliche Hilfe bei einem Waldbrand in Weißenbach.

4. Juni – Bergung eines PKW

Eine Gruppe unserer Feuerwehr nimmt erstmals an den Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Tulln teil.

Der Ausrüstungsstand wird um Schlauchmaterial und persönliche Arbeitsbekleidung erweitert.

1954   

10. Jänner – Kommandant r. Krückl legt die Funktion des Feuerwehrkommandanten zurück. Bei der Neuwahl wird Alfred Burmetler zum Kommandanten und Adolf Wieland zu dessen Stellvertreter gewählt.

12. Sept. Kdt.Stv. Wieland scheidet infolge Übersiedlung nach Ober Grafendorf aus der Feuerwehr Loich aus. An seiner Stelle wird Franz Aigelsreiter zum Kdt. Stv. Der FF Loich gewählt.

10. Oktober – Bergung eines LKW

27. Dezember – Rauchfangfeuer

1955

Ankauf eines Mannschaftswagens der Marke „ Jeep „ und Erwerb einer kleinen Spritze.

13. November – Brand des Bauernhauses Kollermann in Kirchberg/P. Unsere Wehr leistet nachbarliche Hilfe. Die neuen Geräte werden bereits eingesetzt.

 

1956   

Am 18. März wird bei einer Neuwahl Josef Hölzl Kommandant der FF Loich. Franz Aigelsreiter bleibt Stellvertreter.

1957   

Juli – Hochwasser; Sicherung von Brücken und Stegen.

23. September – Bergung eines schwer verletzten Holzarbeiters.

Von der Fa. Rosenbauer wurde eine neue stärkere Tragkraftspritze Marke „ RVW „ erworben.

1958   

2 technische Hilfeleistungen

15. August – Die neue TS wird eingeweiht. ( Patinnen Frau Effenberger u. Frau Aigelsreiter )

1959   

Juli – Infolge starker Regenfälle trat der der Loichbach an einigen Stellen aus den Ufern. Häuserevakuierungen wurden notwendig. Weiters musste die Feuerwehr Sicherungsmaßnahmen treffen.

1960   

9 technische Hilfeleistungen;

14. August – Löschhilfe in Kirchberg/P. beim Brand des Gehöfts Gram.

           

20 Jahre nach der Gründung kann unsere Wehr schon auf einen beachtlichen Gerätestand blicken:

1 Löschfahrzeug Chevrolet

1 Kleinlöschfahrzeug Jeep

1 Anhänger

3 Tragkraftspritzen (Kernreiter, R4, RVW )

400m B und 500m C Schläuche

1961   

9. September – Brandeinsatz außer Orts – Wirtschaftsgebäude A. Krickl in Frankenfels.

7 technische Einsätze

1962   

8. Mai – Bergung eines verunglückten Traktors im Ödgraben. 10 kleinere technische Einsätze.

Suchaktion im Ödgraben nach einer 35 jährigen Frau.

1 LKW und eine PKW Bergung.

Willi Sommerecker wird Kommandantstellvertreter der FF Loich.

Durch den allgemeinen wirtschaftlichen Aufwärtstrend in unserem Land werden die Aufgaben – und Einsatzbereiche der Feuerwehren immer vielseitiger. Die Feuerwehren entwickeln sich immer mehr zum Hilfsinstrument bei technischen Einsätzen, die Anzahl derartiger Einsätze steigt von Jahr zu Jahr.

1963   

8 technische Einsätze; davon 1 Einsatz außer Orts.

Ankauf und Inbetriebnahme eines neuen Löschfahrzeuges der Marke „ Landrover „ und eines Anhängers.

 

1964   

April – Nach einem Hochwasser wurde die Feuerwehr zum Auspumpen von Kellern und Brunnen gerufen.

Juli – infolge von Trockenheit müssen einzelne Gehöfte mit Wasser versorgt werden.

26. September – Unsere Wehr wird zur Unterstützung zu einem Brandeinsatz nach Tradigist beordert.

Brand des Anwesens Hirschsteiner.

1965   

1 Brandeinsatz; Sicherungsarbeiten nach einem Rauchfangfeuer;

Ein bis an die Achsen eingesunkener LKW musste flott gemacht werden; weitere 14 technische Einsätze;

Bei der Neuwahl im Jänner wurde das bisherige Kommando bestätigt.

15. August – Ein besonderer Festtag für unsere Feuerwehr. Die FF Loich feierte ihr 25 jähriges Bestandsjubiläum.

An diesem Tag herrschte reges Leben in unserem Dorf. Zahlreiche Ehrengäste und die Abordnungen der Nachbarfeuerwehren gaben der jubilierenden Wehr die Ehre.

Unter Klängen der Trachtenkapelle Frankenfels nahm das Fest einen flotten Verlauf.

1966   

7 technische Einsätze; vor allem Auspumpen verschmutzter Brunnen.

27. Mai – Tod unseres Ehrenkommandanten R. Krückl.

1967   

6 technische Einsätze; 1 Brandeinsatz - Sägespänesilo Graßmann

1968   

15. Jänner – Ein in den Mühlbach abgerutschtes Schneebrett hatte eine Überschwemmung der Landstrasse zur Folge.

24. Februar – Beim Ausheben eines Weges in der Nähe des Anwesens Enner rutschte ein Caterpillar der Fa. Pfeiffer aus Kirchberg/P. ab. Das 9 Tonnen schwere Gefährt konnte nur unter schwierigsten Bedingungen und unter Anwendung des neu erworbenen Greifzuges geborgen werden.

5 weitere technische Einsätze

1 Waldbrand in Schwarzenbach

1969   

3 PKW Bergungen; 7 weitere technische Hilfeleistung

Der Ankauf von Funkgeräten wird erörtert.

1970   

Bergung von 2 Traktoren und einer Heuraupe. Der Greifzug leistete jeweils gute Dienste.

Das Jahr 1970 bringt für die Feuerwehren Niederösterreichs strukturelle Änderungen. Auf Grund des vom NÖ Landtag beschlossenen NÖ Feuer-, Gefahrenpolizei- und Feuerwehrgesetzes werden die Wehren Niederösterreichs Körperschaften öffentlichen Rechts. Die Feuerwehren hören als Verein zu bestehen auf.

1971   

9. Mai – Bergung einer Planierraupe;

16. Mai – Suchaktion nach einem Kind;

2 Brandeinsätze, davon eine nachbarliche Hilfe in Kirchberg/Pielach; 11 technische Einsätze.

Ein neues Löschfahrzeug Mercedes Unimog mir Seilwinde wird in den Dienst gestellt. Patin Fr. Marianne Krückl.

1972   

Juli – Hochwassereinsatz; Kuchar Rudolf erwirbt das FLA in Gold.

2 Flurbrände; 10 technische Ausfahrten.

1973   

18 technische Einsätze; die meisten davon sind Pumparbeiten nach einem Hochwasser.

1974   

3 Flurbrände; 10 technische Ausfahrten, davon 2 Bergungen von PKW.

Die Einsatzfahrzeuge Unimog und Landrover werden mit Funk ausgestattet.

1975   

Anfangs Juli Hochwasseralarm; 16 Mann standen 13 Stunden im Dauereinsatz.

11 weitere technische Einsätze, davon 3 Autobergungen.

10. August – der Gerätepark unsere Wehr wird um eine Tragkraftspritze RK 40 erweitert. Die Weihe der neuen Pumpe findet im Rahmen einer Weinkost statt. Patin: Frau Maria Sommerecker.

1976   

27.03. und 08.05. – Männer unserer Wehr leisten in der Schroffengegend einen freiwilligen Arbeitseinsatz; Abreißen eines Schuppens.

31.03. – 8 Mann stehen 2 Stunden bei einem Flurbrand im Einsatz. Insgesamt 12 technische Ausfahrten.

Bei der Neuwahl des Kommandos wird der bisherige Schriftführer Josef Krückl zum Kommandanten der FF Loich gewählt. Willi Sommerecker bleibt Stellvertreter.

1977   

01. Jänner – infolge Feuerwerkskörper gerät das Wirtschaftsgebäude Kirchner ( Oberer ) in Tradigist in Brand. Unsere Wehr wird zur Hilfeleistung angefordert.

01April – Über Anordnung des Landesfeuerwehrkommandos wird im Rahmen des FuB – Dienstes auf dem Anwesen Groß-Schindlegg in Kirchberg/P. ein durch Erdbeben gelockerter Felsblock abgetragen. Auch unsere Wehr, im Überörtlichen FuB-Dienst integriert, wurde zu diesem schwierigen Einsatz abkommandiert. 10 Mann standen von  20 Uhr bis 8 Uhr morgens im Einsatz.

23. April – Beim Brand des Gasthauses Czihak (vorm. Bramböck) in Kirchberg/P. wird unsere Hilfe benötigt.

13 technisch Einsätze, davon 5 PKW – Bergungen.

Mitte April – Felssturz blockiert die Landesstrasse 5227 ( Loichstrasse ) bei der Loichbachbrücke in Dobersnigg Siedlung. Mit Hilfe des Bundesheeres wurden die Felstrümmer entfernt und gesprengt.

1978   

12 technische Einsätze, davon3 PKW Bergungen. 1Brandeinsatz (Flurbrand) außer Orts

1979   

9.Mai – Brand im Holzverarbeitungsbetrieb Grassmann in Schwerbach;

1 Brandeinsatz in Kirchberg/P. Schwerbach ( Schindlegger )

16 technische Hilfestellungen.

1980   

40. –jähriges Gründungsjubiläum.

11. Oktober – Tod unseres Ehrenkommandanten EOBI Hölzl J.

13 technische Einsätze

Vorbesprechungen mit der Gemeinde hinsichtlich Neubaus eines Gerätehauses werden geführt. Ein Grundstück wurde von der Gemeinde bereits früher erworben.

1981   

13. April – Brand des Anwesens Juranek auf der Kl. Holzsteig. Die Feuerwehren des Abschnitts bekämpften mit 4 Tankfahrzeugen den Brand.

Der bisherige Kommandant J. Krückl legt seine Funktion zurück. Ihm folgt W. Sommerecker als 8. Kommandant der FF Loich. Zum Stellvertreter wird Johann Ziegelwanger gewählt.

Im Herbst wird mit dem Neubau des Gerätehauses begonnen.

Im Lauf des Jahres wurde die Feuerwehr zu 10 technische Hilfeleistungen gerufen.

1982   

14 technische Einsätze, davon 9 Autobergungen

Ein nicht ungefährlicher Wiesenbrand (Grundstück A. Fahrngruber) droht auf einen Jungwald überzugreifen. Taktisches Einsatzgeschick konnte dies gerade noch verhindern.

8. August – Weihe des neuen Gerätehauses. Hw. Prof. Volf nahm die Segnung vor. Zahlreiche Persönlichkeiten aus dem öffentl. Leben waren erschienen. Der Ehrenzug des Abschnittes sowie der FuB-Zug waren angetreten.

Bezirkhauptmannstellvertreter Dr. Sodar, Bürgermeister Hösl, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Weißgärber und Abschnittsfeuerwehrkommandant BR Lampel würdigten in Ihren Ansprachen die Leistungen der Loicher Feuerwehrmänner. Im Rahmen dieses Festes wurde Bürgermeister Hösl die Florianiplakette überreicht.

17. Dezember – Ein lockerer Felsblock gefährdet das Gehöft Reith. Unter Mithilfe des Bundesheeres wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt und die drohende Gefahr beseitigt.

4 Feuerwehrmänner wurden im Umgang mit Atemschutzgeräten ausgebildet.

Im Jahre 1982 wurden im Zuge der Funkumstellung die bisher in Verwendung stehenden Funkgeräte gegen neue ersetzt. Diese Umstellung erfolgte landesweit.

Die Ausrüstung wurde um 3 Atemschutzgeräte mit 6 Reserveflaschen erweitert. Weiters konnten neue Einsatzanzüge erworben werden.

1983   

Mai – Sturmeinsatz; An verschiedenen Gebäuden unserer Gemeinde mussten Sicherungsarbeiten an den Dächern vorgenommen werden.

Der großen Trockenheit im Sommer zufolge oblag es der Feuerwehr, Bauerhäuser mit Wasser zu versorgen. Fallweise musste hiezu die Feuerwehr                                  

Kirchberg/Pielach mit ihrem Tanklöschfahrzeug aushelfen.

Auf Grund der Vorkommnisse nahm das Kommando mit der Gemeinde Gespräche über einen eventuellen Ankauf eines Tanklöschfahrzeuges auf.

18. September – Landeshauptmann S. Ludwig nahm die Eröffnung des Landeskindergarten vor. Bei dieser Gelegenheit inspizierte er auch unser Wehr.

1984   

September: 200-Jahr Jubiläum der Pfarre Loich; die Feuerwehr übernimmt den Sicherungsdienst.

In den Morgenstunden des 22.November vernichtet ein Grossbrand die Produktionseinrichtungen und eine Lagerhalle der Fenster- und Türenfabrik

Krippl. Für unsere Wehr und Feuerwehren des Abschnittes waren dies härteste Einsatzstunden.

169 Männer standen 991 Std. (ohne Brandwache FF Loich) im Einsatz. 19 Fahrzeuge, ca.2000 m Schlauchmaterial, 29 Atemschutzgeräte

waren eingesetzt. 2 Feuerwehrmänner unserer Wehr wurden leicht verletzt.

Mit einem Einsatz von derartiger Größe war unsere Feuerwehr noch nie konfrontiert. Er zeigte die Notwendigkeit eines Tanklöschfahrzeuges auf.

26. November – Bei fünf Häusern müssen Sicherungsarbeiten nach stürmischen Winden durchgeführt werden.

1985

03.April – Bergung eines Holzbeladenen Lkws. Der LKW war auf einer Holzbrücke in der Nähe des Gutes Übelbach eingebrochen.

2 Brandeinsätze: Am 13.11.in Tradigist; Gehöft Rotheneder und am 19.12. Nebengebäude zum Bauernhaus Nattershof in Frankenfels.

31 technische Ausfahrten, davon 5 Autobergungen.

Das Jahr 1985 stellte wiederum einen Markstein in der Geschichte unserer Feuerwehr dar. Ein neues Tanklöschfahrzeug Marke Steyr wurde in Dienstag gestellt. Am 28.Juli, zugleich das 45 jährige Bestandsjubiläum, fand die Segnung des Fahrzeuges durch Hr. Pfarrer Salzmann statt.

Im Rahmen dieses Festes wurde Herr  Tischlermeister Josef Krippl für seine Verdienste um das Feuerwehrwesen die Florianiplakette überreicht.

Ein weiterer Höhepunkt der FF Loich war die Ausrüstung der Wehr mit der funkgesteuerten Sirenenalarmierung. Eine zentrale Alarmierung

erfolgt nun von St.Pölten aus.

1986

40 technische Ausfahrten; davon 10 Kfz-Bergungen, 2 Sturmeinsätze und 4 Ausfahrten zu Hilfeleistungen nach Hochwasser,

1 nachbarliche  Hilfeleistung bei einem Waldbrand in Kirchberg/P.. 08.07.- Brand Tischlerei Gansch in Kirchberg/P. Unser Tanklöschfahrzeug leistete gute Dienste.

1987

10 KFZ – Bergungen, weiters 20 kleinere technische Einsätze.20. März – 7 Mann leisten in Kirchberg bei einem Brand im Hammerwerk Gravogl Löschhilfe. 15. Mai – Bei einem Brand im Gasthaus Wieland, Sois, waren 12 Mann eingesetzt und leisteten der Feuerwehr Kirchberg nachbarliche

Hilfe. Wie sich später herausstellte, bestand bei diesem Brand höchste Explosionsgefahr durch ausströmendes Gas.

Ein neues Löschfahrzeug Marke Mercedes und eine neue Tragkraftspritze wurden in den Dienst gestellt. Die Segnung erfolgte beim Sommerfest im Juli. Patin des Löschfahrzeuges: Fr Maria Burmetler, Patin der Pumpe Fr. Sieglinde Hölzl.

28.09. – Bergung einer Planierraupe

1988

März – 3 Sicherungs- bzw. Abbrucharbeiten infolge Schneedrucks.

5 Autobergungen, 5 Wasserversorgungen.

Ankauf eines Kanalspülgerätes, weiters wurden für die Mannschaft Sicherheitsstiefel erstanden.

1989

Das Jahr entwickelte sich turbulent für die Feuerwehr Loich.

17.März – Einsatz in Schwarzenbach bei einem Waldbrand. 14.April – Ausfahrt zu einem Bauerhausbrand in St.Anton a.d. J., Bezirk Scheibbs.

Ein nicht ungefährlicher Garagenbrand richtet am 13.07.beträchtlichen Schaden im Anwesen Schedl-Brandstatt an.3 3Feuerwehren (Loich, Kirchberg u.

Frankenfels) standen mit 51 Mann 3 Stunden im Einsatz.

Drei Tage später, am 16. Juli, wütete im Anwesen Pfeffer „Pichl“ ein Schadenfeuer, Bei dem das Wirtschaftsgebäude großteils vernichtet wurde. 7 Feuerwehren des Abschnittes standen mit 177 Mann im Einsatz.

14. August – Bergung einer Zugmaschine. Bei Vorbereitungsarbeiten für das NÖ. Almfest auf der Osangweide stürzte ein Landwirt mit der Zugmaschine ab. Er selbst kam dabei nicht zu Schaden.

!5. August .- Tatkräftige Unterstützung der Feuerwehr bei der Durchführung des NÖ Almwandertages durch die Weidegenossenschaft Osang.

24. September – Bergung einer Laderaupe.

14. Oktober – Einen nicht ungefährlichen Einsatz hatte der 1. Zug der 17.FuB Bereitschaft (Abschnitt Kirchberg) in der Nähe des „Ries-Hofes“(Anwesen L.Gonaus) zu tätigen. Ein Felsblock bedrohte ein Wohnhaus im Gemeindegebiet Schwarzenbach. Der Felsen wurde fachkundig gesprengt. Vorher mussten verschiedene Sicherungsarbeiten gemacht werden. Wieder ein Tag freiwilliger Arbeit!

Am Weihnachtstag den 25.Dezember wurde gemeinsam mit dem Sportverein Loich und der Fa. Krippl eine Hilfsaktion für das leidgeprüfte Rumänien gestartet. Binnen 2 Tagen wurden 68.000,- ÖS und eine LKW- Ladung Kleider u. Lebensmittel gesammelt. Das ganze Dorf nahm Anteil und schnürte somit das schönste Weihnachtspaket für ein rumänisches Dorf.

1990   

1. - März mehrere Sturmeinsätze.

14. April – Mithilfe bei der Montage des neuen Turmkreuzes unserer Pfarrkirche welches im März vom Sturm weggerissen wurde.

Im Rahmen der 50. Jahrfeier der Feuerwehr im Juli wurde der Gemeinde vom Landeshauptmann Dr. Siegfried Ludwig das neue Gemeindewappen verliehen und unser Kommandant Willi Sommerecker erhielt für seine Verdienste den goldenen Ehrenring der Gemeinde Loich.

3 Brandeinsätze und 21 technische Ausrückungen

1991

Franz Köberl wird neuer Kommandant. Ein Stromerzeuger 8 kVA wird angekauft. Am 09.03. Trafobrand bei der Fa. Krippl.    Am Pfingstsamstag kommt es nach schweren Regenfällen zu Überflutungen und Murenabgänge im ganzen Ort. Am 18. Dezember Eisstau am     Werkskanal in Dobersnigg, die Häuser Hotz, Königsberger und Fellner werden überflutet. Mit 76 Einsätzen ein sehr einsatzreiches Jahr.

1992

Am 18. Februar Brand der Zimmereiwerkstätte Hotz , 3 Rauchfangbrände bei den Anwesen Schwarzgraben und Stein sowie bei Spielbichler Hermann. Eine  Unterwasserpumpe wird angekauft. 

1993

02.12. Rauchfangbrand Fam. Kirchner (Stein),insgesamt 43 Einsätze.

1994

11.04. Kabelbrand bei der Fa.Krippl. Auf Grund der großen Trockenheit

wurden ca. 120.000 l  Wasser zu den betroffenen Gehöften geliefert.

Am10. Juni   geleiten wir unser Gründungsmitglied EV Karl Burmettler auf seinem letzten Weg. Zur besseren Alarmierung der Kameraden werden 30 Personenrufempfänger angekauft.

1995

Nach einem Gewitter am  05.Juni Murenabgang in der Ödgegend, Straße wird überflutet. Stromversorgung des ORF bei Filmaufnahmen anlässlich des Mühlenfestes am 13.August. Am 04. Dezember kommt es bei der Fam. Frais in der Siedlung zu einem Wohnungsbrand.

1996

Um den Körperschutz der Kameraden zu erhöhen wurden 35 neue Sicherheitshelme angekauft. Am 21.Okt.stehen 18 Mann den ganzen Tag im Hochwassereinsatz. Zu einem Schwelbrand im Fertigteilhaus der Fam. Tichy kommt es am 14. Dezember.

1997

Hochwasseralarm am 08.Juli um Mitternacht, es waren 25 Mann bis in die Abendstunden 475 Stunden im Einsatz.

1998

Eine neue Tragkraftspritze der Marke Otter wird angekauft,  Patin war Frau Monika Bobak.

1999

Am 01.April  kam es zu einem 3 Tage dauernden Sucheinsatz nach Frau Karner Viktoria  in der Ödgegend. Am Karsamstag wurde Sie mit starker Unterkühlung aufgefunden, verstarb aber leider nach ca.14 Tagen. Es waren insgesamt 324 Personen von Bergrettung, Hundestaffeln, Gendarmerie, Privatpersonen und Feuerwehr 2850 Std. im Einsatz. (FF-Loich 65 Mann, 602 Std.).Ebenfalls im April kommt es bei der Fam. Seeland zu einem Küchenbrand.

2000

Am 04. Juli kommt es nach einem Sturm zu mehreren Einsätzen im Ortsgebiet. Mit der Sanierung (Vollwärmeschutz), und Zu - u. Umbau des Feuerwehrhauses wird begonnen.

2001

Nach einjähriger Bauzeit konnte am 21.Sept. der Bauabschluss des Feuerwehrhauses  gefeiert werden. Es wurden an 162 Tagen 4192 Arbeitsstunden freiwillig geleistet. Mit der Feuerwehr Kirchberg wird eine Gemeinschaft zur Ausbildung einer Feuerwehrjugend gebildet.

17.02. Brand eines Strommastens in Dobersnigg. Durch einen technischen Defekt stehen am 03.12. zwei Produktionshallen bei der Fa. Krippl unter Wasser.

2002

Für die Mannschaft werden neue Einsatzoveralls sowie 3 Atemschutzgeräte angekauft. Im August waren wieder Pump.- und Sicherungsmaßnahmen nach starken Regenfällen im Ortsgebiet durchzuführen. Ebenfalls im August waren wir beim Katastrophenhochwasser in den Orten Weissenkirchen in der Wachau, Zöbing, Senftenberg, Persenbeug und Mautern im Einsatz. Von Ende September bis Anfang Dezember wurden wir zu 8 Brandeinsätzen in Loich und den Nachbargemeinden gerufen.

2003

Wir werden zu 6 Brandeinsätzen gerufen, davon 4 bei der Fa. Fenster Produktions G.m.b.H. Insgesamt 38 Einsätze.

2004

Ein ruhiges Einsatzjahr, kein Brand 16 technische Einsätze.

2005

Am 09.02. Brand eines Wohnnebengebäudes bei der Fam. Rippel bei einer Außentemperatur von  – 17 °C. insgesamt 6 Brand.-u. 22 technische Einsätze. Am 16.02. verstirbt unser Gründungsmitglied und erster Hauptmann EHBM Leopold Schackerl im 94. Lebensjahr.

2006

Anfang des Jahres wurden wir mit sehr großen Schneemengen konfrontiert, es mussten Gebäude gesichert, abgeschaufelt und Bäume entfernt werden. Im August wurden wir vom Hochwasser heimgesucht, es wurden Objektsicherungen und Pumparbeiten durchgeführt. Zwei Katastropheneinsätze beim March.-und Thayahochwasser. Ingesamt 69 Einsätze.

2007

Die Mannschaft wird mit neuen Schutzjacken ausgestattet. Im Jänner und Juni waren mehrere Sturmeinsätze zu bewältigen. Im August hatten wir bei der 700 Jahrfeier der Gemeinde Loich alle Hände voll zu tun. Beim Hochwasser im September mussten wir Sicherungs.- und Pumparbeiten durchführen. Insgesamt waren 2 Brand.- und 53 Technische Einsätze zu meistern.

2008

Im Jänner innerhalb einer Woche drei schwere Verkehrsunfälle , wobei bei einem leider ein junger Loicher ums Leben kam. März  - unsere Homepage geht in Betrieb. Im April ein nicht ungefährlicher Bahndammbrand und im Juni ein Schuppenbrand bei der Fam. Saupriegl in der Rehgrabengegend sowie ein Katastrophenhilfsdienst in Stadt Krems. Gesamt 6 Brände und 27 Technische Einsätze. Von der aufgelassenen Raika in Loich bekamen wir im Herbst die Möbel zur Verfügung gestellt und wir konnten damit unseren Kommandoraum neu einrichten.

            Die Vorbereitungen für den Ankauf eines neuen TLF-A 3000 beginnen.